Heimat-und Geschichtsverein Offdilln e.V.
Heimat-und Geschichtsverein Offdilln e.V.

Der Krötenleitzaun 

Natur - Pur - Krötenwanderung

Auch das gehört zu unseren Aufgaben!

In 2008 wurde der Krötenleitzaun am unteren Benberg montiert.
Erdkröte und Molch können hier im Gewässer fast problemlos laichen. Text und Fotos: Harro Schäfer
Der Zaun wird montiert
und ist jetzt funktionsfähig

Seit der Installation des Krötenleitzaunes in 2008 wurden mehr als 2000 Erdkröten (Buffo buffo) und auch rund 100 andere Amphibienarten, wie Berg-, Teich- oder Fadenmolch, den drei Fangbunkern entnommen und von ehrenamtlichen Helfern über die Straße zum nahegelegenen Fischteich getragen. Auch hin und wieder hatten sich Ringelnatter, Feuersalamander und Blindschleiche darin gefangen.Im vergangenen Jahr musste die eine Hälfte des etwa 200 Meter langen Zaunes wegen Baumfällarbeiten abmontiert werden, ist aber jetzt, pünktlich zur diesjährigen   Krötenwanderung, wieder voll funktionsfähig. Mitgliedern des Offdillner Heimat- und Geschichtsvereins ist es zu verdanken, dass der Zaun in seiner ganzen Länge wieder komplett intakt ist.

Maikäfer flieg…. 

Pünktlich zu Beginn des Monats Mai fliegt der braune Käfer wieder – unüberhörbar an dem ihm eigenen Brummton - durch die fortschreitende abendliche Dämmerung. Der Käfer hat es nicht immer leicht in der von ihm bevorzugten Waldlandschaft, ist er doch bei jedweder Forst- und Waldwirtschaft ein nur äußerst ungern gesehenes Wesen. Wegen seinem ungeheuren Appetit auf frisches Blattgrün wurde er in vergangenen Epochen mit allen Mitteln verfolgt und ganz erheblich dezimiert. Aber da der Käfer nun einmal zu den absoluten Frühlingsboten gehört, wird er von vielen Menschen gern wahrgenommen.

 

                                                                           Text und Foto: Harro Schäfer

       Neuigkeiten von den heimischen                      - Bärlapp-Pflanzen -

Die Farnpflanzenart Sprossender Bärlapp (Lycopodium annotium) konnte dieser Tage erstmals für den Offdillner Raum nachgewiesen werden. Da bisher in unserem engeren Raum nur Standorte vom Keulenbärlapp (Lycopodium clavatum) bekannt sind, war es schon etwas Besonderes, als unlängst diese Pflanze von einem Waldläufer und Naturfreund unterhalb der Haincher Höhe, unmittelbar neben einem Wasserlauf, entdeckt wurde. Die zu den Gebirgspflanzen zählende Farnart wächst gesellig in Nadel- und Mischwäldern auf feuchten, sauren und torfigen Böden und erlangt in den Monaten August-September ihre volle Sporenreife. Man darf also auf die weitere Entwicklung dieses für unsere Gegend doch recht seltenen Gewächses, das auch unter dem Namen Schlangenmoos bekannt ist, gespannt sein.

Nun einige Aufnahmen von den beiden genannten Pflanzenarten:

 << Die erstmals für den Raum Offdilln nachgewiesene Pflanzenart Sprossender Bärlapp beginnt jetzt mit der Entwicklung ihrer Sporen, die dann im August- September die volle Reife erlangen.>>

<< In einem Monat etwa sind die Sporen nahezu voll   entwickelt. (Archivaufnahme aus dem Buchhellertal)  >>

<<  Als Vergleich dazu der häufigere Keulenbärlapp, der in unserem Dorf unter dem Namen Fuchsschwanz bekannt ist. >>  

 

 

 

                                                                                                                                             

Text und Fotos: Harro Schäfer                                      

             Kleines Nachtpfauenauge                           (Saturniapavonia)

Zu den schönsten einheimischen Nachtfaltern gehört zweifelsfrei das zu den Pfauenspinnern zählende Kleine Nachtpfauenauge (Saturnia pavonia). Diese Falterart, die den Winter in Puppenform überdauert, fliegt in einer Generation von Ende April bis Anfang Juni durch unsere Landschaft. Bis zu 8 cm kann die Spannweite dieses schönen Insektes betragen. Da die Falter keine Nahrung aufnehmen, ist ihre Lebensdauer äußerst begrenzt. Den abgebildeten weiblichen Falter, der exakt 8 cm spannte, entdeckte der Fotograf gestern früh in Ruhestellung auf einem Heidelbeerstrauch, einer bevorzugten Futterpflanze der Falterraupen.

 

 

 

                                                                                                        

  Text und Foto: Harro Schäfer 

Morgenstunde im Hauberg

Während sich das obere Haubergsland im wärmenden Licht der aufgegangenen Sonne unter einem tiefblauen Himmel präsentiert, leuchten vermutlich in den dillabwärts liegenden Ortschaften noch die Straßenlampen. Diesen Eindruck erhält jedenfalls der Betrachter, der von hier oben auf die weiter unterhalb befindlichen und von einer dichten Nebeldecke überzogenen Täler schaut. Der abgelichtete junge Hauberg - die Offdillner nennen diesen Teil „off der Spreng“ - liegt etwas unterhalb der 608 Meter hohen Haincherhöhe und wurde im vorigen Jahr abgetrieben. Die nun kahle Fläche bietet einen wunderschönen Ausblick und offenbart, dass zu dieser Morgenstunde der Nebel nicht nur die ganze tiefer liegende Landschaft überdeckt, sondern bis zu den Hanglagen von Kalteiche und Westerwald reicht. Hatte über Nacht der Rauhreif dem ganze Gelände ein überzuckertes Aussehen verliehen, so war jetzt, einige Stunden später, von dieser weißen Pracht nichts mehr zu sehen.
Text und Foto: Harro Schäfer

Schwarzstorch im oberen Dilltal

Schon seit einigen Jahren kann man die Schwarz- oder Waldstörche in den Dillauen oberhalb von Offdilln mit einigem Glück beobachten. Mit ziemlicher Regelmäßigkeit sind die seltenen Waldbewohner dort bei der Futtersuche anzutreffen und sogar, wie hier vorgestellt, bei entsprechender Ausdauer zu fotografieren. Aber darüber, weshalb der abgebildete Altvogel zu dieser Jahreszeit allein auf der Blumenwiese stolziert, kann man nur mutmaßen. Vielleicht ist eine missglückte Brut oder der Verlust des Partners hierfür die Ursache. Übrigens, einen Altvogel kann man an dem roten Schnabel und an den ebenfalls roten Ständern erkennen. Bei den Jungvögeln sind beide Körperteile weiß.

Am vergangenen Freitag, morgens um 7 Uhr, geriet dieser recht scheue Vogel dem Fotografen vor die Linse. 

Allein steht der scheue Waldvogel auf der Blumenwiese.
Der Fotograf ist erkannt und der Vogel kurz vor dem Abflug. Text und Foto: Harro Schäfer

Trauerschnäpper und Gartenrotschwanz – zwei äußerst seltene Bewohner unserer Gartenregion

Lichte Waldränder, Parks und vor allem Gärten sind die bevorzugten Lebensräume der Trauerschnäpper (Ficedula hypoleuca). Voraussetzung sind allerdings vorhandene Nistmöglichkeiten in Form von Baumhöhlen oder geeigneten Nistkästen. Dort wird das aus 4 - 7 Eiern bestehendes Gelege bebrütet, aus denen nach etwa 14 Tagen die Jungen schlüpfen. 

Auf den beiden Fotos ist jeweils der weibliche Vogel zu sehen. Im zeitigen Herbst sucht die bei uns nicht allzu häufige Vogelart ihr Winterquartier im tropischen Afrika auf.

Obige Bilder stammen aus einem Gartengelände in Offdilln, wo die Jungvögel in einem Nistkasten aufgezogen wurden

Männchen
Weibschen

Der Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus) bevorzugt in etwa den gleichen Lebensraum wie der Trauerschnäpper. Auch sein Vorkommen ist, genau wie bei diesem, als eher selten zu bezeichnen. Ganz unterschiedlich gefiedert zeigen sich die beiden Altvögel. Während der männliche Vogel ein äußerst farbenprächtiges Federkleid präsentiert, sind die Farben beim Weibchen eher unscheinbar. Oftmals erfolgen zwei Bruten pro Jahr, wobei die einzelnen Gelege aus 5 - 8 Eiern bestehen und etwa zwei Wochen bebrütet werden.

Schon im Spätsommer verlassen die Vögel ihre Sommerquartiere, um im Inneren Afrikas die Wintermonate zu verbringen.

Die Aufnahmen stammen aus einem Gartengelände in Oberroßbach. Auf der abgebildeten eisernen Warte unterbrachen die beiden Altvögel regelmäßig ihren Anflug zur Nisthöhle.

                                                                       

Weibchen und Männchen des Gartenrotschwanzes. Auf dieser eisernen Warte wurde regelmäßig zwischengelandet, bevor der Weiterflug zur Nisthöhle erfolgte. Text und Bilder: Harro Schäfer

   Drei Nachtfalterarten aus der Familie                      der Schwärmer

Zu den attraktivsten Nachtfaltergruppen gehören die Schwärmer. Viele dieser Arten sind dämmerungsaktive Blütenbesucher. Auf Grund ihres ausgeprägten Saugrüssels gelangen sie dort an den Nektar von langröhrigen Blüten, den kürzer berüsselte Insekten nicht erreichen können. Der Flug dieser Falter ist der bei weitem schnellste und auch eleganteste von allen Insekten.

Manche dieser schönen, überwiegend nachtaktiven Geschöpfen, kann ein aufmerksamer Naturbeobachter auch tagsüber an entsprechenden Pflanzenarten entdecken, wo sie die helle Tageszeit in Ruhestellung verbringen.

Drei Arten von diesen stromlinienförmigen Fliegern sollen hier vorgestellt werden: 

Mittlerer Weinschwärmer (Delephila elpenor)

Rund 75 Millimeter Flügelspannweite besitzt

dieser farbenfrohe Schmetterling, den man

tagsüber an manchen Weidenröschenarten

antreffen kann. Den abgebildeten Falter entdeckte

der Fotograf allerdings an einer Mädesüßstaude.

Die Flugzeit von diesem absolut nachtaktiven

Geschöpf bezieht sich auf Mai und Juni.

Kiefern-Schwärmer (Hyloicus pinastri)

Wegen seines von Koniferen abhängigen

Lebensraumes trägt dieser dunkelgewandete Falter

auch den Namen Tannenpfeil. Etwa 80 Millimeter

beträgt seine Vorderflügellänge, und die Flugzeit

dauert von Anfang Mai bis Mitte Juni.

Linden-Schwärmer (Mimas tiliae)

Die Flugzeit dieses bunten Schwärmers dauert

vom beginnenden Mai bis weit in den Juni hinein.

Seine Lebensräume sind lichte Laubholzbestände,

wobei Lindenbäume bevorzugt werden. Da der

Falter wegen seines verkümmerten Saugrüssels

keine Nahrung aufnimmt, beträgt seine

Lebenserwartung nur einige Tage. Seine

Spannweite liegt bei 70 Millimeter.

Text und Fotos: Harro Schäfer

     Gewitterwolken über den Offdillner                           Haubergen

Dieses beeindruckende Wolkengebilde stellte sich kürzlich dem Fotografen, als er wegen bestimmter Fotoobjekte den Offdillner Haubergsteil „Eckenwäldchen“ durchstreifte. Allerdings hatte er dabei die Schnelligkeit des aufziehenden Gewitters unterschätzt und wurde, nach wasserdichter Unterbringung seiner Fotoausrüstung, ein durchnässtes Opfer der einsetzenden Wasserfluten.

 

Text und Foto: Harro Schäfer

    Erleben die uralten Hainzeichen im         Offdillner Hauberg eine Renaissance?

Der diesjährige Offdillner Hauberg „Spreng“ ist fast abgetrieben. Viele der aufgestapelten Holzhaufen sind mit Hainzeichen markiert.

 

Wer als Kenner der heimischen Haubergswirtschaft durch den diesjährigen Offdillner Hauberg streift, dem fällt manches Erfreuliche auf. Nicht nur, dass dieser Hauberg schon fast gänzlich abgetrieben ist und das geschlagene Holz aufgestapelt und abfuhrbereit an günstiger Stelle gelagert ist, nein, noch ein ganz anderer Aspekt wird für den interessierten Beobachter sichtbar: Nämlich die gegenüber vergangener Jahre zunehmende Kennzeichnung dieser Holzhaufen und der abgeteilten Schlagflächen mit den hauseigenen Hainzeichen. Gleichzeitig hat sich auch die seit Jahren praktizierte Unsitte reduziert, mittels einer Spraydose die genannten Stellen farblich zu markieren.

In allen Dörfern des Hauberglandes an Dill und Roßbach gehörten sie früher zum ganz normalen Alltag, diese aus uralter Zeit stammenden Hainzeichen mit ihren besonderen Symbolen. Zu jedem Haus gehörte eines von diesen eigenartigen Merkmalen, die unwiderruflich zu dem betreffenden Anwesen gehörten und stets auf den jeweiligen Eigentümer übergingen. Haazajchel, Haazächel,  Hääzächel werden sie noch immer in unseren Dörfern genannt. Zwar sorgt hier der

unterschiedliche Dialekt für eine ebenso unterschiedliche Ausdrucksweise, meint aber stets das Gleiche. 

 

Im 18. Jahrhundert wurde die Anwendung dieser Hainzeichen durch die ‹Ständige Haubergs-Ordnung für das Fürstenthum Dillenburg› gesetzlich festgelegt. So ist es jedenfalls in einem Erlass zu lesen, der von den nassauischen Ämtern Ebersbach und Haiger im Jahr 1758, ein genaueres Datum ist nicht angegeben, an die Heimberger der einzelnen Haubergsdörfer erging. Dort heißt es:

Jeder Theilhaber muss seine besondere Gehäue Zeichen haben. Dieses ist gemeiniglich, sowie es die Unterthanen nennen, das Haus Zeichen welches sonst ein jeder Unterthan auf seinem häuslichen Arbeitsgeschirr hat und wird bey dem Haubergstheilen gemeiniglich bey dem abtheilen der abtheilenden Haubergen auf kurze Hölzer mit einem Meßer geschnitten oder mit Rödel darauf gemacht, und damit eines jeden Antheil, so er in dem Hauberg für sich bekommen, abgepflocket. Auch darf es sowohl der Sicherheit jedes Theilhabers wegen, und um die begangene Frevel auf jeden einzelnen Theil entdecken zu können, auch bey der Theilung.

Bey schwerer nahmhaft zu machender Strafe (darf) kein Hein Zeichen verrückt werden. Alle Arbeit und Verrichtung in denen Haubergen muss von sämtlichen Theilhabern zu gleicher Zeit vorgenommen werden.

 

Aber so streng wird auf die Einhaltung der Haubergszeichen schon lange nicht mehr geachtet. Es wäre jedoch trotzdem begrüßenswert, wenn auch die jüngeren Haubergsleute den historischen Wert ihrer eigenen, jahrhundertealten Haus- und Hainzeichen zu schätzen wüssten, sie auf Grund ihrer Seltenheit vor der Vergessenheit bewahrten und wieder vermehrt an den einst vorgegebenen Stellen bei der Haubergsarbeit einsetzten. Übrigens 102 dieser Haubergszeichen, die man absolut zum heimischen Volkstum rechnen muss, existieren noch in den unterschiedlichsten Formen in unserem Dorf.

Aus einem alten Jähnebuch entnommen: Die Offdillner Jahngemeinschaften in 1960 mit ihren Hainzeichen
Hainzeichen, wie sie in vielen Haubergsdörfern vorkommen. Text u. Bild: Harro Schäfer

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