Heimat-und Geschichtsverein Offdilln e.V.
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Der Meiler

 

Über viele Jahrhunderte hinweg wurde auch das Holz aus den Haubergen vor Ort zu Holzkohle gebrannt und diese wurde von der heimischen Eisenindustrie dringend gebraucht. Man kann auch ohne Übertreibung sagen, ohne die Holzkohle hätte es die bedeutende heimische Eisenindustrie nicht gegeben. Der Meiler wurde auf einer ebenen Fläche im Hauberg errichtet. Um einen Schacht, der aus vier in den Boden geschlagenen Stangen besteht, werden die armdicken Eichen- und Birkenhölzer kreisförmig und leicht nach innen geneigt aufgestellt. Die Hölzer werden in zwei Lagen übereinander aufgesetzt. Die zweite Lage ist stärker nach innen geneigt, und so entsteht der kreisförmige Meiler.

Der Meiler wird abgedeckt. Dazu wird zunächst ein so genanntes Raudach aus Fichtenreisern angebracht. In früheren Zeiten, als die Fichte noch nicht so weit verbreitet war, hat man ein Rasenstück verwendet. Die nächste Schicht der Abdeckung besteht aus Erde, danach ist der Meiler fertig und wird angezündet. Wenn der Meiler richtig brennt, wird der Schacht abgedeckt, zunächst nur provisorisch, denn es muss während der Anbrennphase noch einmal Holz nach gelegt werden. Durch die Löcher, die in der Abdeckung angebracht wurden, wird der Sauerstoffzufuhr gesteuert. Der Verkohlungsprozess läuft kontrolliert ab und dauert 8-10 Tage. Der Köhler bleibt Tag u. Nacht am Meiler, denn nur so konnte er wenn nötig eingreifen. In dieser Zeit wohnte er in einer primitiven Hütte. Dann wurde der Meiler geöffnet und die Holzkohle entnommen, sie wurde dann mit Pferde und Ochsengespann zu den Eisenhütten gebracht. 

In früheren Zeiten, als die Fichte noch nicht so weit verbreitet war, hat man ein Rasenstück verwendet. Die nächste Schicht der Abdeckung besteht aus Erde, danach ist der Meiler fertig und wird angezündet. Wenn der Meiler richtig brennt, wird der Schacht abgedeckt, zunächst nur provisorisch, denn es muss während der Anbrennphase noch einmal Holz nach gelegt werden. Durch die Löcher, die in der Abdeckung angebracht wurden, wird der Sauerstoffzufuhr gesteuert.

 

 

 

Wie aus Holz - Kohle wurde !

 

Für die Holzverkohlung benötigte Holz wurde im Winter geschlagen, alle Arten von Holz das Verkohlbar war wurde bearbeitet. Buchenholz war für den Köhler am wertvollsten, da es am meisten abwarf denn er wurde nach Menge bezahlt. Das benötigte Holz wurde, in Meter lange Stücke geschnitten, gespalten und am Rande des Meilerplatz aufgestapelt, der meist an Wind und Wasser gelegen war. man bevorzugte meist alte Meilerplätze da sie luftdicht waren und bessere Qualität brachte.

 

Was ist Köhlerei ? Was ist ein Meiler ?

 

Die Herstellung von Holzkohle ist seit mehr als zweitausend Jahren bekannt. Die Köhlerei ist ein altes traditionsreiches Handwerk, das seit mehreren hundert Jahren vor allem in den deutschen Mittelgebirgen. Über viele Jahrhunderte hinweg wurde das Holz aus den Haubergen zu Kohle gebrannt, die damals die Eisenindustrie dringend benötigte.

Der Meiler wird auf einer Ebenen Fläche im Hauberg errichtet. Um einen Schacht der aus vier in den Boden geschlagenen Stangen und Eisenringen mit einem Füllloch am oberen Ende besteht, werden armdicke Eichen und Birken kreisförmig leicht nach innen geneigt aufgestellt. Die Hölzer werden in zwei Lagen übereinander aufgesetzt. Dabei muss die zweite Lage stärker nach innen geneigt sein, damit ein Kegelförmiger Meiler entsteht. Der Meiler wird danach luftdicht abgedeckt, dazu benötigt man Fichtenreiser, das sogenannte Raudach. In früheren Zeiten als die Fichte noch nicht so weit verbreitet war wurde dafür  Moosstücke (Grasswasen die grüne Seite  auf das Holz gelegt) benutzt. Als letztes wird der Meiler mit Stübbe (Kohlenasche) abgedeckt.

Der Verkohlungsprozess dauert je nach Größe eines Meilers 3 bis 15 Tage. Der Köhler überwacht und steuert den Prozess, so dass es im Meiler nicht zu einer Verbrennung kommt oder der Meiler ausgeht. Früher wurde die produzierte Holzkohle als Reduktionsmittel bei der Herstellung von Metallen (Eisen, Zinn, Silber, Kupfer etc.) eingesetzt. 

 

Anzünden des Meilers !

 

Das Anzünden geschieht entweder durch Einfüllen glühender Holzkohle in die durch „Setzstangen“  gebildete Röhre, oder durch einen vorher dicht über dem Boden freigehaltenen zur Mitte hin verlaufenden Kanal. In den ersten Stunden muss das Feuer genau kontrolliert werden.

Auch in den folgenden Tagen wird, die Verbrennung durch kleine, in die Außenhaut gestochene Löcher, so zu führen, dass der Inhalt des Meilers gleichmäßig nach unten verkohlt.

In den ersten Tagen muss der Meiler  nachts ständig bewacht werden. Die Dauer des Brandes richtet sich nach der Menge des Holzes.

 

Ernten der Kohle !

 Die Ernte der Kohle ist eine hitzige, Angelegenheit. Deshalb sollte mit diesem Arbeitsgang genug Leute zum Helfen haben.

Die Kohle wird dabei rund um den Meiler zum Abkühlen verteilt. Nach fünf bis sechs Stunden kann sie in Säcke abgefüllt werden.

 

 

 

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