Heimat-und Geschichtsverein Offdilln e.V.
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Hauberg

Der Hauberg

Teilung

 

Das Haubergsjahr wird mit Haubergsteilung im Oktober eröffnet. Das geschieht unter Aufsicht des für 6 Jahre gewählten Haubergsvorstehers. Nach der Teilung wird per Los entschieden, wer welches Stück bekommt. Das Losverfahren ist notwendig, da die Zugänglichkeit und auch die Holzmenge unterschiedlich sein können.

 

Eine Einleitung, was der Hauberg ist und wie wichtig er früher für die Dorfbewohner war. Im Nordwesten des Lahn-Dill-Kreises, nämlich an der oberen Dill, im Roßbach- und im Dietzhölztal wird eine Waldwirtschaft betrieben die man die Haubergswirtschaft nennt. Es ist eine seit vielen Jahrhunderten betriebene genossenschaftliche Nutzung des Waldes. Der Hauberg ist nicht im Besitz der Kommune, sondern ist Eigentum der Haubergsgenossen, von denen jeder eine bestimmte Anzahl an Anteilen hat.


Die Anteile können vererbt oder auch verkauft werden. Der gesamte Haubergsbesitz einer Gemarkung wurde einmal in 18-20 Stücke, diese werden Schläge genannt, aufgeteilt. Jedes Jahr wird nun ein Schlag bearbeitet, weil es 20 Jahre dauert bis die Eichen und Birken wieder Schlagreif nachgewachsen sind. Heute ist das Holz aus dem Hauberg nicht mehr so begehrt und somit hat sich die Umtriebszeit verlängert. Bei der alljährlich stattfindenden Haubergsteilung wird dann der Schlag in so viele Stücke geteilt wie es Anteile gibt, das ist inzwischen nur noch theoretisch so, denn viele Haubergsgenossen verzichten auf ihr Nutzungsrecht. Für die Bewohner der Region hatte die Nutzung des Haubergs über einige Jahrhunderte eine große wirtschaftliche Bedeutung, so waren die Gewinnung und der Verkauf der Eichenlohe und der Holzkohle eine bedeutende Einnahmequelle. Auch als Viehweide war der Hauberg unverzichtbar, eine Viehhaltung in der damals notwendigen Größenordnung wäre ohne die Haubergsbeweidung nicht möglich gewesen. Der Hauberg war also in vielfacher Hinsicht für „das tägliche Brot“, also den Lebensunterhalt, unverzichtbar. Der junge Hauberg wurde auch landwirtschaftlich genutzt, es wurde „Haakorn“, also Roggen ausgesät.

Unseren Vorfahren hat der Hauberg “Lohn und Brot“ gegeben, die Zeiten sind vorbei, nur die Brennholzgewinnung ist noch übrig geblieben.

Eines ist aber geblieben, nämlich die schöne und in ihrer Art einmalige Landschaft.


 

Haubergszeichen

 

Nachdem nun jeder seinen Anteil bekommen hat, werden die Haubergszeichen angebracht und somit der Besitzanspruch verdeutlicht. Diese Haubergszeichen haben eine lange Tradition und werden von Generation zu Generation weitergegeben. Früher sind diese auch an den Häusern und an landwirtschaftlichen Geräten angebracht worden.



 

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