Heimat-und Geschichtsverein Offdilln e.V.
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Falter im Hauberg

Falter der Heimatflur

Falter hält Winterruhe

Der Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni) ist der erste Frühlingsbote unter den Tagfaltern. Er ist auch der Methusalem unter ihnen, denn seine Lebenserwartung kann bis zu einem Jahr betragen. Wenn man bedenkt, dass die meisten Schmetterlingsarten nach wenigen Wochen wieder verschwinden, ein nahezu biblisches Alter. Leuchtend zitronengelb mit orangeroten Flecken präsentiert sich das Männchen, blassgelb mit einem Grünschimmer und dunklen Flecken zeigt sich das Weibchen. Beide Flügelpaare haben Spitzen. Die Spannweite des Falters beträgt ca. 50 – 60 mm. Den Winter hat der Zitronenfalter völlig frei und ungeschützt, kopfüber an einem Blatt oder Ästchen in Bodennähe hängend, verschlafen. Problemlos übersteht er dabei Temperaturen von – 20° (Abb.1).

Auf Nektar suche am Huflattich

Diese Falterart hat einen für Schmetterlinge ungewöhnlichen Lebensrhythmus. Sobald sie die Märzsonne zu neuem Leben aktiviert hat und der erste Hunger an einem der frühblühenden Nektarspender gestillt ist, auf unserem Bild ist es der Huflattich (Abb.2), beginnen sie mit der Fortpflanzung. Die neue Faltergeneration schlüpft im Juni. Nach kurzer Flugzeit fallen diese Schmetterlinge in einen Sommer- schlaf und überdauern so die heiße Jahreszeit. Im Spätsommer beginnt die zweite Flugzeit, die dann zum Spätherbst mit dem Beginn des beschriebenen Winterschlafes endet. Die Zitronenfalter leben von Blütennektar. Die Nahrungspflanzen der Raupen sind Faulbaum und Kreuzdorn. Der Falter gehört zur Familie der Weißlinge (Pieridae) und ist noch in allen Naturräumen unseres Faunengebietes regel- mäßig anzutreffen. 

 

Von den etwa 750 heimischen Schmetterlingsarten zählen ca. 90% zu den Nachtfaltern. Die größte Gruppe unter diesen bilden die Eulenfalter (Noctuidae), zu denen auch die beiden gezeigten Falter gehören. Dem farblich an Zimt erinnernden Aussehen der Vorderflügel sowie den für diese Art Charakteristischen gezackten hinteren Flügelrändern verdankt die Zacken- oder Zimteule (Scoliopteryx liba- trix) ihren deutschen Namen. Von Juni bis zum Spätsommer bringt diese unverwechselbare Falterart zwei Generationen hervor, wovon die letzte überwintert. Sie gehört damit zu einer der wenigen Eulen- arten, die diese Jahreszeit als Falter überdauern. Als Winterquartier dienen feuchte Kellerräume, Höhlen, Brücken etc. Der 4 - 5 cm große Schmetterling ist mit seinem speziell ausgebildeten Rüssel in der Lage, Früchte und Beeren anzustechen, um daran zu saugen. In mit Weiden oder Pappeln (Futter- pflanzen der Raupen) bewachsenen Bruchwäldern, Bach- und Flußniederungen ist der schöne Falter mit der bizarren Flügelform zu Hause. Wegen der nächtlichen Lebensweise dieses bei uns noch regel- mäßig vorkommenden Insektes ist dessen lokale Häufigkeit schwierig zu bestimmen.

Wenig verbreitet und selten, so wird in einem Schmetterlingsbuch von 1899 über die Frühlings Rauhhaareule (Brachionyche nubeculosa) berichtet. Das trifft, jedenfalls für unser Gebiet, auch heute noch zu. Nur an wenigen Stellen kann man diese, farblich eher unscheinbare, Laubwaldbewohner mit ca. 4,5 cm Spannweite hier ab März beobachten. Den Winter haben die voll entwickelten Falter in der tief im Boden liegenden Puppe verbracht, aus der sie jetzt geschlüpft sind. Die jährliche Entwicklung dieser seltenen Art erstreckt sich  von der Eiablage im Frühjahr, über die Raupenzeit zum Sommeranfang und die besagte Puppenruhe bis zum nächsten März.     

Er überwintert als ausgewachsener Falter

Der C-Falter (Polygania c-album) gehört zu den Arten, die als ausgewachsene Schmetterlinge über- wintern. Jetzt zu Frühlingsbeginn, von der wärmenden Märzsonne aus ihrem Winterversteck gelockt, sitzen die zur Paarung bereiten Männchen an den Waldrändern und warten auf vorbeifliegende Weibchen.

Auch beim Blütenbesuch, besonders der Weidekätzchen, kann man die Falter jetzt beobachten. Kennzeichnend für diese zu den Edelfaltern (Nymphalidae) gehörende Art sind die auffallend gezackten und gebuchteten Flügelränder. Die Grundfarbe der Flügel ist rötlichbraun mit hellen und dunklen Flecken. Ein weißes „C“ auf der farblich sehr variablen Unterseite der Hinterflügel ist das charakteristische Merkmal, das dem Falter den Namen gab. Die Flügelspannweite beträgt etwa 5 cm. Zweimal im Jahr legen die Weibchen ihre Eier ab. Die erste daraus hervorgehende Faltergeneration fliegt von Mitte Juni bis Ende Juli. Die Falter der zweiten Generation erscheinen im August und suchen gegen Ende September die Winterquartiere auf.

Raupe vom C-Falter

Die Raupen sind sehr auffällig. Der große weiße Rückenfleck läßt sie als Vogelklecks erscheinen. Die dornenartig aussehenden Haarbüschel auf dem braunen Körper dagegen signalisieren Gefährlichkeit und Abwehrbereitschaft. Unter den verschiedenen Nahrungspflanzen der Raupe nimmt die Brennessel eine Spitzenstellung ein. Nach etwa sechs Wochen sind die Raupen ausgewachsen und verpuppen sich. Aus den metallisch glänzenden Puppen schlüpft nach zwei bis drei Wochen die neue Faltergeneration. Der schöne Schmetterling kommt in allen Teilen unseres Faunengebietes noch regelmäßig vor.

Überwintert   

Das kleine weiße Häkchen an der Flügelunterseite gibt dem Falter seinen Namen
Weiblicher Falter

Zu den schönsten einheimischen Nachtfaltern gehört das zu den Pfauenspinnern (Saturniidae) zäh- lende Kleine Nachtpfauenauge (Saturnia pavonia). Der Falter mit den auffälligen Augenflecken fliegt in unserem Gebiet in einer Generation von April bis Ende Mai. Während beim Weibchen die beiden Flügelpaare hell- und dunkelgrau sind, fallen beim Männchen die Vorderflügel durch die rotbraune Färbung und die Hinterflügel durch ihr leuchtendes Orange auf. Auch in der Form der Fühler unter- scheiden sie sich, wie man anhand der Bilder erkennen kann. Beim Weibchen sind sie schlank und gezähnt und das Männchen hat ausgeprägte Kammfühler. Im Gegensatz zu den nur nachts fliegenden weiblichen Faltern sind die Männchen tagaktiv. Mittels ihrer Fühlerorgane nehmen sie kilometerweit eine Duftspur auf, welche die paarungsbereiten Weibchen aus ihrem Hinterleib verströmen. Diesen chemischen Signalen folgen sie im Suchflug bis hin zum Aufenthaltsort der begehrten Partnerin.

Männlicher Falter

Die Falter nehmen keinerlei Nahrung auf und haben demzufolge eine kurze Lebenserwartung. Die Raupen der neuen Generation schlüpfen im Mai/Juni und sind im Frühherbst mit etwa 60 mm Länge ausgewachsen. Grün, mit über den ganzen Körper verteilten bunten Knopfwarzen, ist nun ihr Aussehen. Sie haben, je nach Gegend, unterschiedliche Futterpflanzen. In unserem Gebiet werden Heidelbeere, Heidekraut und Weißdorn bevorzugt. Die erwachsene Raupe verspinnt sich in einem kunstvollen Seidenkokon, in dem sie dann als Puppe überwintert. Das Habitat dieses bei uns noch regelmäßig vorkommenden Schmetterlings sind Feuchtwiesen, Heiden, Berghänge und lockere Wälder. Die Spannweite beträgt beim Weibchen ca. 80 mm und beim wesentlich kleineren Männchen etwa 60 mm.

Frischgeschlüpfter Falter

Der Nagelfleck (Aglia tau) gehört, genau wie das an gleicher Stelle schon vorgestellte Kleine Nacht- Pfauenauge, zur Familie der Pfauenspinner (Saturniidae) und damit zu den Nachtfaltern. Die Falter bringen jährlich eine Generation hervor, deren Flugzeit sich, je nach Gunst des jahreszeitlichen Witterungsablaufes, von Mitte April bis in den Juni erstreckt. Während dieser Zeit kann man die nacht- und  tagaktiven Männchen beobachten, wie sie bei Sonnenschein im auffälligen und schnellen  Zickzackflug in Bodennähe der Lockspur der Weibchen folgen, die paarungsbereit an Blättern und Stämmen bestimmter Laubbäume sitzen. Die Art ist eng an den Laubwald gebunden, wobei ganz offensichtlich das Vorhandensein der Rotbuche von großer Bedeutung ist. Aber auch in unseren Haubergen ist dieser schöne Schmetterling, 60 - 70 mm beträgt seine Flügelspannweite, noch regelmäßig zu sehen.

Junge Raupe

Der Name des Falters, „Schusternagel“ nennt man ihn auch, bezieht sich auf das weiße Zeichen, das sich inmitten der dunkelblauen Augen auf den Flügeloberseiten sowie an der Unterseite der Hinter- flügel befindet und der Seitenansicht eines Nagels ähnelt.

Die Raupe durchläuft eine Gestaltänderung. Mutet uns die junge Raupe (auf dem Foto) mit ihren bizarren, Antennen ähnlichen, Rückendornen noch wie ein Geschöpf aus einer fremden Galaxis an, so hat sich ihr Aussehen nach der dritten Häutung sehr verändert. Laubgrün sieht sie jetzt aus und unter- scheidet sich kaum von dem Blattwerk ihrer Futterpflanzen. Anfang August erfolgt die Verpuppung in einem Gespinst unter trockenem Laub, woraus dann im nächsten Frühling die neue Faltergeneration schlüpft

Der Große Schillerfalter (Apatura iris) zählt zur Familie der Edelfalter (Nymphalidae). In lichten Au- wäldern und Laubmischwäldern, von der Ebene bis in die Bergregionen unterhalb 1000 m Seehöhe, ist er zu Hause. Der ca. 80 mm große Falter, der in Hessen als gefährdet eingestuft ist und auf der Vorwarnliste steht, ist im heimischen Faunengebiet recht selten. In manchen, mit Laubwald bewachsenen, Seitentälchen des ehemaligen Dillkreises kann man den scheuen Gesellen aber zu bestimmten Jahres- und Tageszeiten antreffen.

Eine Generation bildet der Schmetterling im Jahresverlauf. Seine Flugzeit erstreckt sich von Mitte Juni bis Mitte August. Man sieht ihn selten, da er sich meist im Kronenbereich der Bäume aufhält. Statt Nektar aufzunehmen saugt der Große Schillerfalter viel eher an Aas, Exkrementen oder an vegetationsfreien feuchtem Wegstellen. 

Und dabei ist er dann, am günstigsten ist die Vormittagszeit, mit etwas Glück zu beobachten. Die Grundfarbe bei beiden Geschlechtern ist dunkelbraun, aber bei be- stimmten Lichtverhältnissen wandelt sie sich beim männlichen Falter in ein prächtiges schillerndes Blau. Mit diesem schillernden Farbenspiel, von ihm stammt der deutsche Artname, erinnert das Männchen an tropische Schmetterlinge. Die Flügelunterseite des Falters dient als Unterscheidungs- merkmal gegenüber dem ähnlichen Kleinen Schillerfalter.

Als klar bevorzugte Eiablage-und Raupennahrungspflanzen gelten die Salweiden, an deren Blattun- terseiten die Eier einzeln abgelegt werden. Die jungen Raupen überwintern an der Futterpflanze und setzen danach ihre Entwicklung bis zur Verpuppung im Mai/Juni fort. Nach zwei bis drei Wochen schlüpfen dann die neuen Falter. 

Großer Gabelschwanz

Die beiden heute vorgestellten Nachtfalterarten gehören zu der Familie der Zahnspinner (Noto- dontidae). Der Name Zahnspinner bezieht sich auf eine zahnförmige Ausbuchtung des hinteren Vorderflügelrandes bei diesen Schmetterlingen. Der bedeutend größere von den zwei abgebildeten Faltern ist der Große Gabelschwanz (Cerura vinula) mit einer Spannweite von ca. 8 cm. Wie ziseliert muten uns die feinen Zeichnungen auf seinen Vorderflügel an. Er fliegt alljährlich in einer einzigen Generation von Mai bis Anfang August. Mit Weidenarten und Espen bewachsene Auwälder und Uferzonen gehören zum Habitat des noch regelmäßig bei uns vorkommenden Falters. Die während der Sommermonate geschlüpften Raupen verpuppen sich im Herbst. In Bodennähe bilden sie am Stamm der Wirtsbäume einen stabilen Kokon aus zerkauter Rinde und Seide, in dem dann die Puppe überwintert.

Birkengabelschwanz

Der bedeutend kleinere Birken-Gabelschwanz (Furcula bicuspis), er hat eine Spannweite von 3 - 4 cm, kommt recht selten bei uns vor. Des Öfteren auf den Stock gesetzte Birken- und Erlenbestände in an- moorigem Gelände, z.B. in den Brüchen und Seifen unserer Hauberge, benötigt der Falter als Lebens- raum. Werden diese Bestände älter und damit auch höher, verschwindet er aus diesem Bereich. Seine Flugzeit dauert von Ende Mai bis Ende Juni in einer Generation. Die im Juli geschlüpfte Raupe lebt bis zur Verpuppung an Birke und Erle. Diese geschieht in der gleichen Weise wie beim Großen Gabelschwanz. Der Name Gabelschwanz rührt von dem gabelähnlichen Gebilde her, das die Raupen an ihrem hinteren Ende tragen. 

Ihren Namen haben die Falter vom gegabelten Schwanzende der Raupe. Hier ist die vom Gr. Gabelschwanz abgebildet.

 

Eine Tendenz zu weniger offenen Lebensräumen zeigt der Schachbrettfalter (Melangia galathae). Blumenreiche Wiesen, Feldraine und Wegränder, die an buschreiches Gelände angrenzen, sind sein Habitat. Auch auf Waldlichtungen und Kahlschlägen sieht man ihn fliegen. Die namensgebende schwarzweiße Schachbrettzeichnung der Flügeloberseite macht den Schmetterling unverwechselbar mit den anderen heimischen Arten (Bd.1). 


 Zur Differenzierung der Geschlechter dient die Flügelunterseite. Sie ist beim Weibchen gelblicher als beim Männchen (Bd.2). War der Falter vor drei Jahrzehnten in unserem nördlichen Kreisgebiet noch nahezu unbekannt, so ist er heute im heimischen Naturraum, zwar in unterschiedlicher Häufigkeit, überall anzutreffen. Die Art, bei der eine ständige Ausbreitung in nördlicher Richtung erkennbar ist, hat inzwischen in Dänemark und im Baltikum ihre Nordgrenze erreicht. 

 

 

 

 

Der zu den Augenfaltern (Satyridae) zählende Schmetterling, er besitzt eine Spannweite von ca. 50 mm, fliegt in einer Generation von Ende Juni bis weit in den August hinein und ist als ausgesprochener Sommerflieger an heißen Sonnentagen besonders in den Mittagsstunden aktiv. Die Männchen halten dann, nahe am Boden fliegend, nach frisch geschlüpften Partnerinnen Ausschau. Ältere - Blüten besuchende - Weibchen finden dagegen nur eine geringe Beachtung. Nach der Eiablage, sie geschieht im Flug und erfolgt an Halmen und Gräsern, schlüpfen im September die jungen Raupen, die dann, ohne vorher Nahrung aufgenommen zu haben, überwintern. Die Verpuppung erfolgt etwa Mitte Juni, und nach drei Wochen erscheint die neue Faltergeneration.    

Eine der attraktivsten Nachtfaltergruppen sind die Schwärmer (Sphingidae). Mit der größte und eindrucksvollste von ihnen ist der auch bei uns vorkommende Totenkopf-Schwärmer (Acherontia atropos) (Bd.1).Kennzeichnend für die Art ist die Totenkopfzeichnung auf dem Rücken des Falters    (Bd. 2). Sie prägt auch den wissenschaftlichen Namen. „Acheron“ ist der Grenzfluß zur Unterwelt und „Atropos“ die griechische Schicksalsgöttin, beides Begriffe aus der griechischen Mythologie. Dieser auffallende Nachtfalter mit bis zu 12 cm Spannweite ist bei uns nicht heimisch. Bodenständig ist er in Afrika und in Teilen des

Mittelmeerraumes. Von dort fliegt er als typischer Wanderfalter in unterschiedlicher Häufigkeit und mit oft mehrjährigen Unterbrechungen, vor allem in kühlen Perioden, in den Monaten Mai - Juni bei uns ein. 

Dabei überquert dieser kräftige Schwärmer die Sahara, das Mittelmeer und die Alpen und fliegt bis hinauf nach Island und Skandinavien. Die sich aus den eingeflogenen Faltern entwickelnde Nachfolgegeneration schlüpft teilweise von September bis Ende Oktober. Sie ist nicht fortpflanzungsfähig. Bei uns überwinternde Falter und Puppen überleben die kalte Jahreszeit nicht und erfrieren. Somit kann sich die Art hier nicht weiter entwickeln.

Die Falter saugen Baumsäfte, suchen Honig in Bienenwaben, was ihnen nicht selten das Leben kostet, und trinken an weichen Früchten. Sie besitzen außerdem die merkwürdige Fähigkeit, einen scharfen Zirpton hervorzubringen. Die ca. 13 cm langen gelb-blauen Raupen leben an Nachtschattengewächse, 

hauptsächlich am Kartoffelkraut. Sie verpuppen sich etwa 20 cm tief im Boden.

Zu unseren bekanntesten und schönsten Tagfaltern gehört der Admiral (Vanessa atalanta). Sein farbenprächtiges Aussehen, auf dunklem Grund leuchten blaue, rote und weiße Zeichnungen, läßt eine Verwechslung mit anderen Falterarten nicht zu (Bd.1). Auf den Unterseiten der gerundeten Hinterflügel befindet sich ein interessantes Muster aus Brauntönen, das dem Schmetterling bei zusammengeklappten Flügeln eine perfekte Tarnung gibt.

Der Admiral ist ein Wanderfalter, der im späten Frühjahr aus dem Mittelmeerraum bei uns einfliegt. Um der dortigen sommerlichen Trockenheit zu entfliehen, kommen die Falter alljährlich in mehreren Einwanderungswellen in die Gebiete nördlich der Alpen und fliegen bis hinauf nach Skandinavien, in warmen Jahren sogar bis zum Polarkreis. Man sieht ihn bei uns, abhängig von der Witterung, von Mai bis November. Ein bis zwei Generationen bildet der Admiral hier, wovon die letzte im Herbst schlüpft. In den letzten warmen Herbsttagen versuchen die Falter, nach Süden zu ziehen, scheitern aber oft beim Überwinden der Alpen und gehen dort zugrunde. 

Die Weibchen legen die Eier einzeln auf den Blättern der Brennessel ab. Diese ist die Hauptfutterpflanze der etwa 35 mm langen Raupen, die sich später auch am Stengel dieser Pflanze verpuppen. Die Raupen kommen in verschiedenen Färbungen von Schwarz über Grün bis Gelbbraun vor, wobei in allen Fällen die gelblichen Seitenstreifen ein gutes Bestimmungsmerkmal sind (Bd.2).

Der Schmetterling mit einer Spannweite von rund 60 mm ist auf kein bestimmtes Biotop angewiesen. Überall dort, wo im Sommer Blütenpflanzen wachsen und im Herbst das Fallobst zu finden ist, an dem er gerne saugt, sieht man den Admiral fliegen.

Einer der letzten Falter, die im Laufe des Jahres unsere Faunenlandschaft betreten bzw. befliegen, ist der Große Frostspanner (Erannis defoliaria). Zu seinem Fluggebiet gehören Laubwälder, Parkanlagen und Obstgärten. Wie schon der Name sagt, gehört dieser Schmetterling zu den Spannern und damit zu den Nachtfaltern (Bd.1). Die Bezeichnung Spanner (Geometridae) bezieht sich auf die Fortbewegung der Raupen.
Erst spät im Jahr, von Oktober bis Anfang Januar, fliegen diese Falter in einer Generation. Wenn die ersten kalten Nächte übers Land gegangen sind und die anderen Schmetterlinge, die noch im Herbst zu sehen waren, ihre Winterquartiere aufgesucht haben, schlüpfen die Großen Frostspanner aus ihren Puppen. In dieser Zeit der ersten Fröste, von ihr hat der Falter seinen Namen, beginnt auch seine Flug- und Paarungszeit.
Die flugunfähigen Weibchen, sie besitzen nur Stummelflügel, klettern abends zur Paarung an den Baumstämmen empor, werden hier befruchtet und legen ihre Eier in die Rinde dieser Bäume ab.

 

 

 

Die daraus im Frühjahr geschlüpften Raupen entwickeln sich an den verschiedensten Laubbäumen, vorzugsweise an Eichen, Buchen und Obstbäumen. Nachdem die Raupen im Frühsommer ihre Reife erlangt haben, sie werden etwa 30 - 35 mm lang (Bd.2), lassen sie sich an langen Fäden zu Boden gleiten und verpuppen sich dort in der Erde.

Während die Falter keine Nahrung aufnehmen, können die Raupen große Fraßschäden anrichten. Der Artname „defoliaria“ bedeutet ja soviel wie entlauben. Die Obstbauern versuchen daher, die Frost- spanner in ihrem empfindlichen Lebensabschnitt zu bekämpfen, indem sie im Herbst Leimringe um den unteren Stamm der Obstbäume legen. Hieran bleiben dann die Weibchen bei ihrem Versuch, zur Eiablage in die Baumkrone zu gelangen, kleben. Der Falter mit einer  Spannweite von ca.40 mm ist bei uns noch weitverbreitet.

 

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